Blenhorster Wassermühle

 

Die Blenhoster Wassermühle liegt in einer reizvollen Geestlandschaft, die zu Spaziergängen einlädt. Ein Fahrradweg des gut ausgebauten Radwegenetzes führt direkt an der Mühle vorbei, etwa zwei Kilometer vom Weserradweg entfernt.Die Mühle selbst ist durch zwei von einander unabhängig laufenden Wasserrädern, die jeweils ein Horizontal Sägegatter und eine Getreidemühle antreiben, ein in Norddeutschland einzigartiges Baudenkmal.
Beide Wasserräder sind voll funktionsfähig.Sägevorführungen finden meistens an Wochenenden oder nach Absprache statt. Die Arbeitsweise der Getreidemühle kann im Leerlauf vorgeführt werden.

Tag des offenen Denkmals

 

Am 11.September 2016 ist die Mühle von 12:00 – 18:00 Uhr geöffnet.Neben Mühlenbesichtigungen gibt es Sägevorführungen, eine Gemäldeausstellung “ Laien + Profi “ ,sowie die Ausstellung “ Schönes aus Holz “ zu sehen. Für Speisen und Getränke ist gesorgt.

Wie wäre es mit einer Radtour durch die SG Marklohe:
Zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals lädt der Landkreis Nienburg/Weser am Sonntag, den 11. September mit einer „Denkmaltour“ in die Samtgemeinde Marklohe ein. Die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises hat gemeinsam mit der Samtgemeinde Marklohe, dem ADFC und den Eigentümern ein Programm aus Denkmal-Fahrradtour, Führungen, Ausstellungen und Vorträgen auf die Beine gestellt:  www.lk-nienburg.de/denkmaltour

 

Horizontal Sägegatter

 

 

Mühlencafé

 

Ab März 2016 ist das Café regelmäßig jeden 1. Sonntag im Monat von 14:30 – 18:00 Uhr geöffnet.

Nach Rücksprache sind andere Termine für Gruppen ab 10 Personen jederzeit möglich.

Im Erdgeschoss, direkt neben der Mahltechnik der Getreidemühle, befindet sich das gemütlich eingerichtete Café. In dieser besonderen und freundlichen Atmosphäre können Sie unsere leckeren hausgemachten Torten und Kuchen genießen. Einige Beispiele des ständig wechselnden Angebots:

 

Für unsere Kaffeespezialitäten verwenden wir Kaffee der Firma Indo Tatis (www.indotatis.de) , die die Bohnen aus direktem Handel mit Bauerngenossenschaften auf Sumatra in Bremen rösten lässt.

Bei gutem Wetter lädt der romantische Mühlengarten zum Verweilen ein. Außerhalb der Öffnungszeiten gestalten wir nach Absprache gerne individuelle Arrangements:

Sprechen Sie uns an!

Irmtraut Krüger 05022 – 1602
Christine Früchtenicht-Wydora 05022 – 8019991

Hochzeitsmühle

 

Wenn Sie für Ihre standesamtliche Trauung einen besonderen Rahmen suchen, sind Sie bei uns genau richtig! Der Mühlenraum wird als schön geschmücktes Trauzimmer hergerichtet und wir gestalten gerne einen Sektempfang für Sie und Ihre Gäste.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Christine Früchtenicht – Wydora 05022-8019991
Irmtraut Krüger 05022 – 1602

Das zweite Leben der Blenhoster Wassermühlen

Die erste Erwähnung einer Blenhorster Mühle in Balge (Landkreis Nienburg) findet sich um 1550. Ihr wurde 1769 eine Ölmühle angegliedert

Diese wurde 1780 zur Kornmühle umgebaut. Damals trieben zwei oberschlächtige hölzerne Wasserräder mit einem Durchmesser von ca. 3,50  Meter jeweils die Säge- und Getreidemühle an.Im Jahre 1876 wurde die Sägemühle durch ein für die damalige Zeit hochmodernes Horizontalgatter aus Gusseisen ersetzt. Dieses war bis 1960 in Betrieb. Die Getreidemühle wurde 1908 durch einneues Gebäude mit Mahltechnik ersetzt.

Der alte, 30 Meter bachaufwärts gelegende Teil wurde bis auf die Fundamente abgerissen.Mit dem Neubau kam auch neue Technik dazu. Nun wurden Mahlgänge in Reihe geschaltet, das hölzerne Wasserrad wurde durch eins aus Stahl ersetzt und eine Dampfmaschine eingebaut. Ein Dieselaggregat diente zur Stromerzeugung, Walzenstühle und verschiedene Sicht- und Sortiermaschinen fanden Verwendung.

Mit der Stilllegung des Sägebetriebes im Jahr 1960 wurde auch die Getreidemühle nur noch sporadisch von Landwirten zur Erzeugung von Futterschrot verwendet.Somit war das Ende der Mühle eigentlich besiegelt. Der damalige Besitzer bot 1987 die Mühle zum Verkauf an. Diese war in der Zwischenzeit ziemlich verfallen. Der erste Interessent ließ schon neue Fenster einbauen, nahm dann aber Abstand vom weiteren Ausbau.

Danach bekam im Jahr 1988 Familie Evers die Mühle. Nun wurde das Anwesen zum Wohnen und Arbeiten (Büro) umgebaut. Zugleich wurden das Gebäude und die Mühlentechnik in fünf Bauabschnitten innerhalb von zehn Jahren komplett restauriert.

Jetzt konnte wieder zumindest für Vorführungen gemahlen und gesägt werden. Es gab hierfür mehrere Auszeichnungen als Anerkennung für die vorbildliche Arbeit. Nun sollte man meinen, alles ist gut, die Mühle ist gerettet.

Aber – seit 2005 stand das Gebäude wieder leer und die Technik war ohne Nutzung. Alles sollte verkauft werden, es fand sich aber kein Käufer. 2008 lief die Zwangsversteigerung an.
Im Oktober 2008 bekam die Eigentümergemeinschaft Markus Höttges und Jörg Rabe im dritten Termin den Zuschlag. Durch den dreieinhalbjährigen Stillstand waren erste Schäden an der Technik entstanden, durch das Dach regnete es durch.

Mittlerweile läuft alles wieder, die ersten Bäume sind gesägt, das erste Korn gemahlen, ein Nutzungskonzept ist erarbeitet und zum Teil schon umgesetzt. So ist ein Mühlencafe eröffnet worden, Trauungen finden statt, die Räumlichkeiten können für Feiern gemietet werden. Zwei Wohnung sind fertiggestellt und vermietet, bzw verkauft worden. Stromerzeugung mit Wasserkraft ist angedacht.
Die Eigentümergemeinschaft hat sich 2013 geändert, Markus Höttges ist ausgeschieden und Christine Früchtenicht-Wydora wurde als Bewohnerin und Mitbetreiberin gewonnen.


Ein interessanter Link zur Deutschen Nationalbibliothek zum Buch von Mila Schrader: Das zweite Leben der Blenhorster Wassermühlen von 2002

Virtueller Rundgang

 

Begeben Sie sich auf einen virtuellen Rundgang durch die Blenhorster Mühle und Umgebung. Lassen Sie Ihren Blick um 360 Grad schweifen und erkunden Sie so die Mühle, als wären Sie bereits vor Ort.

Sie können die Blickrichtung und Route selbst steuern und sich durch Hotspots durch die Panoramen bewegen.